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Webanalyse

Sind Analyse-Tools für Webseiten erlaubt oder nicht?

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Zahlreiche Unternehmen nutzen bereits Analyse-Tools um das Nutzerverhalten auf der eigenen Homepage zu analysieren. Datenschutzaufsichtsbehörden stehen besonders dem Analyse-Tool Google Analytics kritisch gegebenüber, weil unklar ist, was tatsächlich mit den Daten des Nutzers passiert. Fakt ist, das alle von Google Analytics gesammelten Daten direkt an Google übermittelt werden. Häufig wird die Frage diskutiert, ob die Verwendung von Google Analytics nun erlaubt ist, oder nicht:

Sammlung von personenbezogenen Daten:
Rechtlich gesehen ist das Sammeln von personenbezogenen Daten nicht erlaubt. Von Google Analytics wird die IP-Adresse eines Nutzers gespeichert, was unter personenbezogene Daten fallen würde. Da jedoch die meisten Besucher nicht mehr über eine statische IP-Adresse verfügen (z.B. durch die Verwendung von Routern werden dynamische IP-Adressen erzeugt), ist theoretisch kein Rückschluss auf eine bestimmte Person möglich. (Quelle: netzwoche 12/2009 Seite 42)

Trotzdem haben die obersten Datenschutzaufsichtsbehörden in Deutschland entschieden, dass eine IP-Adresse Personenbezug aufweist (Stand November 2009). Demnach dürfen Analysen mit Google Analytics laut deutschem Recht nur mit Einwilligung der Nutzer erstellt werden. (Quelle: Quelle eStrategy 03/2010, Seite 54ff.) Einen derartigen Beschluss gibt es in Österreich bis dato nicht. Hier ist die vorherrschende Meinung, dass eine IP-Adresse aus Sicht eines Website-Betriebes keinen Personenbezug ermöglicht.(Quelle: Online Marketing Forum)

Hinweis im Impressum auf Verwendung von Google Analytics
Verwendet man Google Analytics sollte man sich jedenfalls an die Nutzungsbedigungen von Google halten und im Impressum einen Hinweis auf die Verwendung des Tools einfügen.

Welche Alternativen gibt es zu Google Analytics
Auf dem Markt gibt es bereits eine Vielzahl von Analyse-Werkzeugen, die auch ohne die vollständige IP-Adresse das Nutzerverhalten verfolgen können.

Von diesen 4 vorgestellten Werkzeugen, ist Piwik das einzige Tool, welches Google Analytics am ehesten das Wasser reichen kann. Möchte man jedoch zum Beispiel eine Verknüpfung zum Google AdWords Konto herstellen oder das Nutzerverhalten auf der Facebook-Fanpage analysieren, so kommt man zur Zeit nicht um Google Analytics herum. Es sei denn man nutzt ein kostenpflichtes Werkzeug wie zum Beispiel eTracker.

FAZIT
In Österreich gibt es bis jetzt noch keinen Beschluss, welcher die Verwendung von Google Analytics ohne Nutzereinwilligung verbietet. Möchte man sich als Webseitenbetreiber 100%ig auf der sicheren Seite bewegen, so ist PIWIK als alternatives Tool zum empfehlen. Auch wenn man dabei auf manche Analyse-Funktionen verzichten muss.

Mag. (FH) Barbara Gerstl

Autor:

Mein Name ist Barbara Gerstl. Ich bin Suchmaschinenoptimierier, Google Adwords und Google Analytics zertifizierte Einzelperson und WordPress Spezialistin bei der Internetagentur Gerstl. Sie finden mich auch bei Facebook und Google+!

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